Das Buch Ijob
21
Ijobs Gegenrede: 21,1-34
Das Glück des Frevlers
7 Warum bleiben Frevler am Leben, / werden alt und stark an Kraft? 8 Ihre Nachkommen stehen fest vor ihnen, / ihre Sprösslinge vor ihren Augen. 9 Ihre Häuser sind in Frieden, ohne Schreck, / die Rute Gottes trifft sie nicht. 10 Ihr Stier bespringt und fehlt nicht, / die Kühe kalben und verwerfen nicht. 11 Wie Schafe treiben sie ihre Kinder aus, / ihre Kleinen tanzen und springen. 12 Sie singen zu Pauke und Harfe, / erfreuen sich am Klang der Flöte, 13 verbrauchen ihre Tage im Glück / und fahren voll Ruhe ins Totenreich. 14 Und doch sagten sie zu Gott: Weiche von uns! / Deine Wege wollen wir nicht kennen. 15 Was ist der Allmächtige, dass wir ihm dienen, / was nützt es uns, wenn wir ihn angehen? 16 Doch in ihrer Hand liegt nicht das Glück; / der Frevler Denkart ist mir fern. 17 Wie oft erlischt der Frevler Lampe, / kommt Unheil über sie, / teilt er Verderben zu in seinem Zorn? 18 Wie oft werden sie wie Stroh vor dem Wind, / wie Spreu, die der Sturm entführt? 19 Nicht dessen Kindern spare Gott sein Unheil auf, / ihm selbst vergelte er, sodass er es spürt. 20 Mit eigenen Augen soll er sein Unglück schauen, / vom Grimm des Allmächtigen soll er trinken. 21 Denn was kümmert ihn sein Haus, wenn er dahin ist, / wenn abgeschnitten seiner Monde Zahl?
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